Wandern in Barbagia, Ausflüge in Sardinien im Herzen der Barbagia

Ausflug nach Barbagia

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Mind. 8 personen. 


  • Abfahrt um 8.30 Uhr von Cala Gonone
  • Ankunft nach zirka 1 Stunde in Nuoro, Besuch im Kostümmuseum; weiter zum Berg Ortobene mit Besuch der Statue “Su Redentore”. 
  • Abfahrt nach Orgosolo und Besuch der Wandmalereien.
  • Typisches Mittagessen mit den Schäfern; Tänze und Gesänge
  • Rückkehr um zirka 17.00 Uhr


Der Berg Ortobene


Der Berg Ortobene (in sardisch-nuoresisch: Orthobène) ist ein antiker Granithügel, der sich im Osten der Stadt Nuoro erhebt.
Er ist 955 Meter über dem Meeresspiegel hoch. Auf seinem Gipfel kann man die Erlöser-Statue bewundern, ein Bronze-Werk des Bildhauers Vincenzo Jerace, die 1901 anlässlich der Jubiläumsfeier auf dem Gipfel errichtet wurde. 


Ortobene ist der Berg der Nuoresen, die ihn für Picknicks, Spaziergänge oder Spiele im Freien besuchen. Von großem touristischen Interesse ist der so genannte “sa conca” oder “il fungo” (der Pilz), am Rand der Straße zum Park von Sedda Ortai; es handelt sich hierbei um einen Schafstall im Innern eines riesigen Felsens, in Sardinien einzigartig. Vom Park des Erlösers kommend, hat man auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt einen herrlichen Blick auf das Tal und die Berge von Oliena, und an klaren Tagen kann man in der Ferne das Meer von Baronia sehen.

Am Fuß der Felsformation auf der die Statue errichtet ist, gibt es eine Gedenktafel zu Ehren von Lusia Jerace, der Ehefrau des Bildhauers.

Die Legende erzählt, dass sie beim Anblick der Statue, überwältigt von seiner Größe, gestorben ist.


Die Wandmalereien von Orgosolo


Die erste Wandmalerei von Orgosolo wurde 1969 von einer Gruppe Anarchisten aus Mailand realisiert, die während der Jahre der Jugendproteste,  mit “Dioniso” unterschrieben haben.

1975 hat Francesco Del Casino zusammen mit seinen Schülern der Mittelschule von Orgosolo weitere Wandmalereien realisiert: seine Malweise charakterisiert die Wandmalereien mit der Beschwerde über ungerechtfertigte Haft, der Haftbedingungen, dem Leiden der Gefangenen und deren Familien, des Lebens des Flüchtlings und einer Serie von Malereien mit politischem Hintergrund.  Die Gesichtszüge, die Ausdrucksweise und die Kombination der dargestellten Objekte ähneln oft Picassos Guernica und generell dem kubistischen Stil: die Linien einiger Porträts erinnern an die Gemälde von Léger.


Manchmal glaubt man, die Ausdrucksweise der mexikanischen Wandmaler der 20er Jahre wiederzufinden. Die Farben sind hell, die Figuren solide und quadratisch; der kubistische Einfluss ist nicht zu übersehen: weibliche Figuren mit breiten Hüften und Männer mit asymmetrischen Händen und Gesichtern, knotig und überentwickelt.

Insgesamt drücken die Wandmalereien eine einfache Sprache aus und wenn das Bild nicht zur Kommunikation ausreicht, benutzt der Wandmaler eine Bildunterschrift, literarische oder politische Zitate oder einen denkwürdigen Satz, den man nicht vergisst.

Der Stil ist konform mit der Botschaft, die die Wandmalereien übermitteln wollen.


Im Moment gibt es über 150 Wandmalereien, die mittlerweile zum Bestandteil des Landesbildes geworden sind.

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